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...Sick City...

 

              ....Willlommen in Sick City

                                

 

 »Sie sahen einander an. Jeffrey, offene Wunden an beiden Armen; Randal, zahnlos und abgebrannt, von Meth und Alk zerfressen. Einen Moment lächelten sie. Bei all den reichen Perverslingen, kranken Kerlen und Freaks in L.A. gab es überall Gelegenheiten, endlich zu Geld zu kommen. Man musste nur den Blick dafür haben, dann sah man sie, wie sie in düsteren Hauseingängen lauerten wie opportunistische Crackheads. Mist, manchmal war ein Hauch des Schicksals alles, was man brauchte.«

 

 

 http://www.bookequals.com/wp-content/uploads/2010/08/SickCity.jpg

 

 

Tony O'Neill, 1978 geboren, ist Autor und Musiker. Er war Keyboarder bei Marc Almond und spielte in diversen Szene-Punk-Bands. Seine Drogenerlebnisse verarbeitete er in seinem in Amerika gefeierten Debütroman Digging the Vein. Tony O'Neill lebt in New York. Zurzeit schreibt er an der Fortsetzung zu Sick City. 

 

 As a near-dead junkie, I had—with only the greatest reluctance—finally come to terms with the fact that I would never be able to use smack again. What I hadn't bargained for was that recovering from heroin meant spending the rest of my life completely sober. Never again being able to enjoy a cold beer on a hot summer day. No more lighting up a joint and listening to my favorite music. Sure, I might have lived to be 80 under that regime of total abstinence, but it sounded more like a life sentence than a victory."

@ TheFix.com

 

 

            
tonyoneill.net

 

tonyoneill.net

                                        Jeffrey schlägt sich als Junkie in L.A. durch. Sein Liebhaber Bill sorgt dabei für das nötige Kleingeld. Doch plötzlich stirbt Jeffreys Gönner. Jeffrey weiß nicht, wohin, aber er ahnt, dass ein Neustart nur gelingen kann, wenn er endlich clean wird. Also weist er sich selbst in das Therapiezentrum des verlogenen Fernseh-Therapeuten Dr. Mike ein. Dort lernt er Randal kennen, einen unverbesserlichen Drogenfreak und Spross einer der einflussreichsten Familien Hollywoods. Beide wollen ihr Leben in den Griff kriegen, beide brauchen Geld. Sie beschließen, den größten Schatz aus Bills Nachlass an den Mann zu bringen: ein Video-Tape, das einige legendäre Filmstars Hollywoods bei einer wüsten Sexorgie zeigt. Für Jeffrey und Randal beginnt eine chaotische Odyssee durch die Unterwelt von Sick City ...( Amazon)

 

 fm4.orf.at

 

 abendblatt.de

 

zuckerkick.com

 

this ensemble of grotesques stumbles through skid-row L.A. like a Robert Altman film scripted by Charles Bukowski and William S. Burroughs … the characters are unforgettable; they live and breathe, and you sure as hell wouldn't want them to breathe on you. Sick City is appealing in its unsentimentalism, disgusting in its details—and almost unbelievably funny."                    http://www.tonyoneill.net/userimages/DownAndOut_NEWCOVERS_8_6-3.jpg

 

 

 

Zugedröhnter Realismus
"Sick City" von Tony O'Neill
Die Geschichte ist ein Höllentrip durch Los Angeles, zieht hinein in einen Strudel aus Gewalt, Sex und Drogen in einem dreckigen, skrupellosen, zugedröhnten Amerika: In der Welt von Tony O'Neills Roman "Sick City" nimmt die Nacht kein Ende. Menschen irren als Fremde umher. In Wien hat O'Neill seinen ersten auf Deutsch erschienenen Roman präsentiert.
"Mich fasziniert das, was für andere die Hässlichkeit der Städte ist: Verfall", sagt O'Neill. Die Stadt ist für ihn nicht einfach nur ein Schauplatz, sie ist Protagonist, Taktgeber und Stilguide. Seine Sprache ist sehr beeinflusst von Punk-Rock, "sehr reduziert, sehr roh und sehr visuell", so O'Neill. Los Angeles ist das Brennglas für den Kosmos Stadt. Denn die Linien der Humanität und Urbanität fallen nicht zusammen, schrieb schon Lichtenberg - auch nicht in Wien.

In der heruntergekommensten Unterwelten
Auch in Wien dreht sich das Rad von Prostitution und Drogenhandel, aber unaufgeregt. Die Stadt wurde gerade wieder auf Platz zwei der lebenswertesten Städte weltweit gesetzt. "Jede Stadt ist auf ihre Art 'krank'", sagt O'Neill. "Irgendwie muss man raus und das Übel finden. Los Angeles war für mich immer eine sehr kranke Stadt. Sie führt einen in die Irre. Ich fühlte mich immer wie in einem David-Lynch-Film, wie bei 'Blue Velvet'. An der Oberfläche ist alles perfekt, aber wenn du durch die falsche Tür marschierst, bist du plötzlich in den heruntergekommensten, schmierigsten Unterwelten. Das hat mich immer fasziniert, diese Städte in einer Stadt."

"Sick City" ist nichts für Weicheier. Im Zentrum stehen ein legendärer Sexfilm, zwei durchgeknallte Drogenfreaks und drei Millionen Dollar. Schauspieler Robert Stadlober präsentiert die Geschichte mit O’Neill im Wiener Rabenhoftheater. Ihm geht es um die direkte Linie vom beißenden Realismus der amerikanischen Beat- und Underground-Literatur Bukowskis, Borroughs und Hunter S. Thompsons - aber nicht mehr als Beat, sondern als Pop - "eben nicht als bloße Kopie sondern mit einem neuen Blickwinkel", so Stadlober. "Weil Tony durchaus selber weiß, wovon er da schreibt, und weil er aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen kann. Er bringt da eine Authentizität hinein, die einen nicht in dem Sinne abschreckt, dass man sagt: 'Ekelhaft', sondern, dass es Protagonisten sind, die man gern haben kann, obwohl sie eigentlich am Rande alles dessen sind, wo man nie hin möchte."

"Niemand mag Kakerlaken"
Dabei erinnern die Protagonisten eher an Ungeziefer: "Niemand mag Kakerlaken", schreibt O’Neill. "Es sind die stursten und hartnäckigsten Scheißkerle, die es gibt. Aber ihr Überlebensinstinkt ist Wahnsinn." Und irgendwie meint er auch sich. "Meine Musikkarriere brach zusammen, als ich drogenabhängig wurde", sagt er. "Ich wollte keine Musik mehr machen. Ich war mental fertig damit. Ich sage immer: Meine erste Motivation zu schreiben, war von Anfang an und ist es noch: Angst. Es war die Angst davor, eines Tages tot zu sein, und nichts mit meiner Zeit angefangen zu haben."

Auch in “Sick City” gilt: Die individuelle Krise ist kein Moment. Krise und Leben sind eins, wie im Film Noir. Es ist eine Welt, deren Menschen im eigenen Leben als Fremde herum irren. Eine urbane Welt. Ist die Drogengeschichte die Subgeschichte der modernen Gesellschaft? "Gerade in einer Gesellschaft, die sich im Mainstream als immer sauberer, cleaner, gesünder und richtiger gibt", sagt Robert Stadlober, "gibt es immer mehr Leute, die sich für die abseitigen Wege entscheiden, vielleicht aus einer Langeweile heraus oder aus einem Übersättigtsein. Ich glaube, dass gibt es in Wien genauso, dass Leute mit Drogen, Sex und menschlichen Verwerfungen experimentieren, auch über das gesunde Maß hinaus. Das gibt es wahrscheinlich in jeglicher Form des menschlichen Zusammenlebens in der westlich-kapitalistischen Hemisphäre."

Eine urbaneGesellschaft

Heute leben erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Die gesellschaftliche Entwicklung ist eine urbane. Und auch wenn das in "Sick City" kaum durchscheint, O’Neill sieht das durchaus positiv - wenn er über die politischen Verhältnisse in Amerika nachdenkt. "Vieles von diesem konservativen Undenken, wie dem der Tea-Party-Bewegung, kommt von Orten mit weißen Gartenzäunen", sagt O'Neill. "Es ist dieses Kleinstadt-Ding. Mir macht das sehr viel mehr Angst als Los Angeles mit seinen Drogen und Prostituierten."

 http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/157076/index.html 

 

                  benmyersmanofletters.blogspot.com

 

 

                    »Ein abgefahrener Trip -

                                    genial !!    Slash

 

An interview with Tony O'Neill
by Tao Lin

 Tao Lin: Your writing features young people addicted to drugs, oftentimes in relationships with other young people addicted to drugs. What partly that I like about your writing is the tone. The characters seem very resigned and unworried about their situations in a way that is calming to me, and also in a way that it seems very real in the way that things portrayed without drama or exaggerated emotions seem real. Based on your experience with drugs, in comparison to your life now, due to tolerance, becoming tolerant to a situation, was the frustration of injecting heroin into a vein and repeatedly not getting it right equivalent to like, today, trying to get toilet paper and only one small piece coming off at a time because the roll is too large for the holder?

 Tony O'Neill: After becoming 'tolerated' to my life as a heroin addict, the re-adjustment to a heroin free existence has been, and remains, extremely painful. Back then, the frustration level of not hitting a vein, although extreme, was cushioned by the drugs. I think of addiction as a kind of freedom from the petty frustrations of everyday life. In my now, 'heroin free' existence the toilet paper incident you described above would probably seem life or death to me. I am prone to extreme outbursts of anger, frustration and despair. A 'normal' persons reaction to the toilet paper thing might be to say "Id better buy another toilet roll holder". My reaction is more likely to be (on a bad day at least) to rip the toilet paper holder off the wall, throw it to the ground, try to crush it with my feet, scream abuse at it, sit back on the toilet feeling dejected and empty. Slowly over time I am adjusting, but I am beginning to suspect it will take the same number of years off of heroin as on it to get back to that level of normalcy I had before. Or maybe I never will.

I don't believe in therapy, psychotherapy, any of that. I believe in the power of free will. But without taking the short cuts of conventional wisdom on drug treatment and recovery, my life and moods frequently feature terrifying peaks and troughs. But I also I believe that kind of emotional uncertainty is where the words come from.

Hubert Selby Jr. once famously said: "It's once you quit hard drugs, that you realize just how dark you really are." This quote rings 100% true to me.

 TL: What do you search on youtube if you're bored?

 TO: A lot of music. A movie trailers for obscure 70's B-movies. Stuff like "The Pink Angels" a 70's flick about an all-homosexual biker gang. But mostly music. I like to look up bands from before the era of music videos and see if they have anything up there, and what they looked like. I'm a big fan of punk, post punk, free jazz, etc and its been a trip to have access to performance footage of say James Chance and the Contortions, or Suicide, or The Dead Boys, or Ornette Coleman at your fingertips. Sometimes I look up music videos by bands from the same scene that my old band, Kenickie, came out of and I wonder what happened to all of them. Who made it, who went insane, who went back to the 'real world'. I feel sad when I do that sometimes. They were all so young and so crazy and it seems sad to think of them as adults. I'm my mind they are still 18 year olds with the world by the balls.

 TL: What's your experience with online porn? Have you had a period in your life where you looked at online porn every night?

 TO: You know, I have not been so obsessed by porn in a long time. My real porno obsession would have probably happened when I was a teenager, full of hormones, and unwillingly celebate. But I was the last I suppose generation who didn't have easy access to the internet. It wasn't until I was I think 18 that I got a lap top (it was used, old, black and white) and I never had the time nor the money by then to invest in a dial up. My real obsession with porn happened from the ages of say 14 through 17/18, before I moved to London. And no, in London too. But it was magazines, videos, sex shows, that kind of thing. I liked the sex shops in Soho - there was something more furtive about it. There would be old men leafing through bondage mags, prostitutes, rent boys. I loved it. I almost worked in a porno bookstore. I wrote about that in my new book that hasn't come out yet.

Living in a small town, to buy a pornographic magazine was an operation of almost military proportions. You would stake out a newsagent who looked like he wouldn't give a shit about selling porno to an obviously too-young teenager, and one that was far enough from your house that there was no possible way that someone you know would walk into the shop. Then you would spend the whole day putting it off, chickening out, too nervous to eat, until right before the shops were about to close you'd rush in and buy one in an embarrassed flurry. And then sneak it into your house like you had military secrets stashed on your person.

 

 

 

 

 

 

 

 

                          "Sick City is a disturbingly twisted ride through Hollywood's underbelly with a degenerate cast of colorfully interwoven characters. I loved the whole fucked up journey."

 


 

 

 

3.10.13 01:55
 



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