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..kreatives potential..

 

 ES GEHT IMMER UM DIE KUNST

 

 

 

                        Kunsthaus  Tacheles

 

jiddische Bezeichnung für Klartext 

direkt die unverblümte Wahrheit sagen

jemandem ohne Zurückhaltung ungeschminkt die Meinung sagen

offen und deutlich reden

Klartext reden

„Tacheles reden“

http://static.mmzstatic.com/wp-content/uploads/2011/10/Tacheles-Entr%C3%A9e.jpg.madmoizelle.com 

 

Das Kunsthaus Tacheles war ein Kunst- und Veranstaltungszentrum in der Oranienburger Straße im Berliner Ortsteil Mitte. Es nutzte zwischen 1990 und 2012 einen vor dem Abriss geretteten Gebäudeteil des ehemaligen Kaufhauses Wertheim.

 

 Das Gebäude wurde unter der Leitung des kaiserlichen Baurates Franz Ahrens 1907 bis 1908 in 15 Monaten errichtet und 1909 als Kaufhaus mit dem Namen Friedrichstraßenpassage eröffnet. Der Gebäudekomplex erstreckte sich damals von der Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße. Die Passage hatte an beiden Straßen Eingänge

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Obwohl das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs nur mittelmäßig beschädigt wurde, sollte es auf Grund zweier Statikgutachten aus den Jahren 1969 und 1977 abgerissen werden, da es trotz intensiver Nutzung nie zu einer Sanierung gekommen war. Eine neue Straße sollte über das Gelände verlaufen und eine Abkürzung zwischen Oranienburger Straße und Friedrichstraße bilden.

Der Abbau begann 1980. Zwei Jahre später wurden das Kino geschlossen und der noch komplett erhaltene Kuppelbau gesprengt. Der noch heute stehende Teil sollte laut Plan im April 1990 abgebaut werden.

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Kurz vor der planmäßigen Sprengung wurde der noch stehengebliebene Rest des Gebäudes am 13. Februar 1990 von der Künstlerinitiative Tacheles besetzt. Durch Verhandlungen mit der Baudirektion Berlin-Mitte, die als Rechtsträger für den Komplex zuständig war, und unter Berufung auf Denkmalschutz versuchten die Besetzer, den Abriss zu verhindern. Trotzdem sollte das Haus laut Magistratsbeschluss 150/90 am 10. April 1990 gesprengt werden, worauf die Besetzer beim Berliner Runden Tisch einen Dringlichkeitsantrag stellten, der den Abriss vorläufig stoppen konnte.

Die Künstlerinitiative ließ ein neues Gutachten zur Bausubstanz und Statik erstellen. Auf Grund des positiven Ergebnisses wurde das Haus zunächst vorläufig unter Denkmalschutz gestellt, der nach einem weiteren Gutachten vom 18. Februar 1992 bestätigt werden konnte.

Das Gebäude wurde bunt bemalt, aus Schutt wurden verschiedene Skulpturen errichtet. Durch unterschiedliche Auffassungen der Künstler aus Ost- und Westdeutschland entstanden anfangs viele Kontroversen. Mittlerweile hat sich der Komplex, der vom Tacheles e. V. betrieben wird, zu einem festen und großen Kunst-, Aktions-, Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum in Berlin entwickelt. In dem Gebäude befinden sich unter anderem rund 30 Künstlerateliers, Ausstellungsflächen und Verkaufsräume für zeitgenössische Kunst, ein Programmkino sowie die „Panorama-Bar“. Der „Blaue Salon“, ein 400 m² großer Raum, wird hauptsächlich für Konzerte, Lesungen etc. genutzt. Der „Goldene Saal“ umfasst die gesamte erste Etage des Tacheles – hier befindet sich eine Bühne, die mittlerweile ein wichtiger Spielort für die Off-Theaterszene und vor allem für die freie zeitgenössische Tanzszene in Berlin ist. Zu den Künstlern und Institutionen, die im Goldenen Saal bislang Aufführungen gezeigt haben, gehörten unter anderem

 

Orphtheater

 Theater zum westlichen Stadthirschen 

Henry Arnoldt

Regine Chopinot

 Rike Eckermann

Sebastian Hartmann

Howard Katz

 Clint Lutes

Matthias Merkle

  Tomi Paasonen,

Felix Ruckert

Torsten Sense

Lars-Ole- Walburg

Sasha Waltz

Christoph Winkler

  wee dance company

Deutsches Symphonie Orchester Berlin

 Lucky Trimmer. 

 

http://www.berlin.de/binaries/asset/image_assets/1663710/source/1360151104/418x316/berlin.de

 

In den Jahren 1996 und 1997 wurde mit Politikern, Soziologen und Architekten sowie den Künstlern im Rahmen der Diskussionsrunde Metropolis Berlin, Hochgeschwindigkeitsarchitektur öffentlich über den Erhalt und die zukünftige Nutzung des Komplexes diskutiert. 1998 erwarb die Fundus Gruppe das 1250 m² große Grundstück für 2,8 Millionen Mark. Sie beauftragte den US-Amerikaner Andres Duany mit einem Entwurf des Quartier am Johannishof mit einem Bauvolumen von geschätzten 400 Mio. Euro, für das sich bisher jedoch keine Investoren fanden tripsbytips.de

Der Tacheles e. V. handelte in der Folge einen Mietvertrag mit dem neuen Eigentümer aus, der bis zum 31. Dezember 2008 galt. Als eher symbolische Mietzahlung wurde eine Mark (umgerechnet rund 50 Cent ) pro Quadratmeter je Monat vereinbart. Nach dem Auslaufen des alten Mietvertrags konnte kein neuer ausgehandelt werden. Da der Verein die geforderte Nutzungsentschädigung von 108.000 Euro nicht aufbringen konnte, meldete er Ende 2009 Insolvenz an. Ein Gläubiger der Grundpfandrechte die HSH Nordbank strebte im Zuge der Verwertung des Areals die Zwangsversteigerung an und verfügte über einen gültigen  Räumungstitel.Ein Versteigerungstermin war für den 4. April 2011 angesetzt, wurde allerdings an diesem Tag kurzfristig abgesagt. Am 5. April verließ die Gastronomiefraktion gegen Zahlung von einer Million Euro das Tacheles; Kino, Hinterhof und Erdgeschoss wurden geräumt. Achtzig Künstler verblieben mit ihren Ateliers und Metallwerkstätten im Gebäude. Eine Woche später wurde vom Zwangsverwalter der Bau einer knapp drei Meter hohen Mauer veranlasst, die den Durchgang von der Oranienburger Straße zum Hof mit den Werkstätten trennt. Über das zukünftige Konzept für das Gebäude ist noch nicht entschieden.spottedbylocals.com

Am 8. Dezember 2011 drangen etwa 30 Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in die Räumlichkeiten der 5. Etage ein. Der weißrussische Künstler Alexander Rodin wurde der Räumlichkeiten verwiesen, konnte jedoch keine persönlichen Gegenstände oder seine 15 großformatigen Bilder mitnehmen. Die 5. Etage wird samt ihrer Einrichtung bislang von der Sicherheitsfirma in Beschlag gehalten. Rechtsanwalt Michael Schulz, der die Räumung für einen unbekannten Mandanten betreibt, gab an, die Räumung der 5. Etage sei rechtens gewesen, da kein Besitzer festgestellt werden konnte. Rodin selbst hatte ausgesagt, nicht Besitzer dieser Flächen zu sein. Rodin und der Tacheles e. V. bemühen sich derzeit, die Herausgabe von Rodins Eigentum aus der 5. Etage zu erwirken.

Am 22. März 2012 wurde das Tacheles nach einem Räumungsversuch des Gerichtsvollziehers für Besucher gesperrt. Am 26. März 2012 gab das Landgericht Berlin in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Räumung des Kulturhauses Tacheles rechtswidrig war. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung an den Zwangsverwalter die Räume des Tacheles umgehend wieder herauszugeben. Dies geschah bereits am Tag zuvor.

Das Kunsthaus Tacheles wurde am

4. September 2012 um 7 Uhr

morgens final geräumt, wobei es

nur einen symbolisch-

künstlerischen Protest gab

 

    Quelle : WIKIPEDIA
7.1.14 19:15
 
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